Vortragsreihe: Düfte in den Religionen - Sinnliche Spiritualität zwischen Alltag, Glaube und Praxis
Düfte spielen in vielen Religionen eine faszinierende Rolle – auch, wenn sie in der wissenschaftlichen Forschung bislang eher als Randerscheinung untersucht werden. Ob es der Weihrauch in der römisch-katholischen und orthodoxen Kirche ist, die Räucherstäbchen, die von südindischen Hindus und thailändischen Buddhisten verwendet werden, oder die mit Myrtenblättern gefüllte Besamimbüchse in der jüdischen Tradition: Der Einsatz von Düften ist vielfältig und tief im religiösen Glauben verwurzelt. Aber warum sind Düfte so wichtig in religiösen Ritualen? Welche Rolle spielt unser Geruchssinn bei der Wahrnehmung von Göttlichkeit? Welche Bedeutungen werden den verschiedenen Düften von den Gläubigen zugeschrieben? Diese und viele weitere Fragen la-den dazu ein, die spannende Verbindung zwischen Geruch und Spiritualität näher zu erkunden. Die Vortragsreihe „Düfte in den Religionen: Sinnliche Spiritualität zwischen Alltag, Glaube und Praxis“ nimmt Sie mit auf eine kleine Reise um die Welt.
Düfte sind im Islam von besonderer Bedeutung – sie stehen für Reinheit, Schönheit und Spiritualität. Schon der Prophet Muhammad empfahl die Verwendung edler Düfte und bis heute sind Moschus und Parfümöl fester Bestandteil religiöser und alltäglicher Praktiken. Sie begleiten Gebete, bereichern besondere Anlässe und sind ein Ausdruck der Achtung gegenüber sich selbst und anderen. Diese Veranstaltung lädt dazu ein, die spirituelle und kulturelle Dimension von Düften im Islam zu erforschen und zu verstehen, wie sie als Träger von Symbolik und Bedeutung die Verbindung zwischen Körper, Geist und Glauben stärken.