Vortragsreihe: Düfte in den Religionen - Sinnliche Spiritualität zwischen Alltag, Glaube und Praxis Düfte spielen in vielen Religionen eine faszinierende Rolle – auch, wenn sie in der wissenschaftlichen Forschung bislang eher als Randerscheinung untersucht werden. Ob es der Weihrauch in der römisch-katholischen und orthodoxen Kirche ist, die Räucherstäbchen, die von südindischen Hindus und thailändischen Buddhisten verwendet werden, oder die mit Myrtenblättern gefüllte Besamimbüchse in der jüdischen Tradition: Der Einsatz von Düften ist vielfältig und tief im religiösen Glauben verwurzelt. Aber warum sind Düfte so wichtig in religiösen Ritualen? Welche Rolle spielt unser Geruchssinn bei der Wahrnehmung von Göttlichkeit? Welche Bedeutungen werden den verschiedenen Düften von den Gläubigen zugeschrieben? Diese und viele weitere Fragen laden dazu ein, die spannende Verbindung zwischen Geruch und Spiritualität näher zu erkunden. Die Vortragsreihe „Düfte in den Religionen: Sinnliche Spiritualität zwischen Alltag, Glaube und Praxis“ nimmt Sie mit auf eine kleine Reise um die Welt.
Düfte spielen im Judentum eine wichtige Rolle in Ritualen und Zeremonien. Sie sind mehr als nur angenehme Gerüche – sie verbinden die Gläubigen mit der spirituellen Welt und schaffen eine Atmosphäre von Heiligkeit. Besonders in der Hawdala-Zeremonie, dem feierlichen Abschied vom Schabbat, kommen Düfte wie Myrte und Zimt zum Einsatz. Diese Gewürze helfen, den heiligen Tag in den Alltag hinüberzuretten und heben die Stimmung. In dieser Veranstaltung erfahren Sie mehr über die Bedeutung von Düften im jüdischen Leben. Es wird ein Blick auf ihre Rolle in religiösen Praktiken geworfen, ihre symbolische Bedeutung und wie sie dabei helfen, den Übergang von der Ruhe des Schabbats in den Alltag zu gestalten.